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FAQ Implantologie

Was ist die Implantologie?
Die Implantologie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin, das mithilfe von Implantaten, auf die neue, künstliche Zähne aufgesetzt werden, fehlende natürliche Zähne ersetzt. Werden reine Titan-Implantate in den Knochen eingesetzt, wächst der Knochen im direkten Kontakt mit der Implantatoberfläche. Dieses Phänomen wird als Osseointegration bezeichnet und ermöglicht es, dass das Implantat Bestandteil des Körpers wird, so wie es die Wurzeln der natürlichen Zähne sind.

 

Wann und wie ist die Implantologie entstanden?
Die Implantologie befindet sich nun nicht mehr in der "Pionierphase" und ist in den USA seit Beginn der 80er Jahre und in Italien seit 1985-86 offiziell ein Teilbereich der Zahnmedizin. Dies geschah erst, als die renommierte schwedische Schule des Professors P.I. Branemark der internationalen Wissenschaft klinischen Patientenstudien vorlegte, die unwiderlegbar nachwiesen, dass Implantate eine Behandlungsmethode mit einer sehr hohen Erfolgsquote von über 95% nach 10 Jahren ist. Die Implantologie wird derzeit an den wichtigsten Universitäten in Italien und im Ausland gelehrt. In den letzten Jahren sind zahlreiche Fachakademien entstanden, die Tagungen und Kurse veranstalten, um die Verbreitung der "modernen Implantologie" national und international zu fördern. Italien hat in den vergangenen 15 Jahren große Fortschritte gemacht und hat sich an die am weitesten entwickelten Ländern im medizinisch-chirurgischen Bereich angepasst und hat nun auch auf internationalen Tagungen wieder Gewicht.

 

Was sind Zahnimplantate?
Zahnimplantate sind künstliche Wurzeln aus Titan, die in den Kieferknochen oder Unterkiefer eingesetzt werden, um die Wurzeln fehlender Zähne zu ersetzen.

 

Zahnimplantate sind Medizinprodukte und müssen also zertifiziert werden?
Natürlich, auch weil der Vertrieb von Medizinprodukten, also auch von Zahnimplantaten, die den Qualitätsstandards der Europäischen Union zum Schutz der Patienten und der Implantologen nicht entsprechen, seit dem 13. Juni 1998 in Italien verboten ist.

 

Welche Vorteile hat eine Prothese auf osseointegrierten Implantaten?
Wenn nur einer oder wenige Zähne ersetzt werden müssen, sind die Hauptvorteile gegenüber einer herkömmlichen Brücke: die Unversehrtheit der Zähne, die an den zahnlosen Bereich angrenzen, wodurch gesunde Zähne nicht abgeschliffen oder gegebenenfalls devitalisiert werden müssen und die Bewahrung des Alveolarknochens im Bereich der Zähne, die durch Implantate ersetzt werden, der ansonsten einer Resorption ausgesetzt wäre. Das Implantat stimuliert und schützt den Knochen wie die Wurzeln der natürlichen Zähne. Im Fall einer umfassenden Rehabilitation sind die Hauptvorteile einer Implantatprothese gegenüber einer teilweisen oder totalen herausnehmbaren Prothese: die Wiederherstellung der Kaufunktion, die der der natürlichen Zähne entspricht, mit entsprechenden verdauungs- und ernährungsphysiologischen Vorzügen. Eine gesunde Ernährung ist in jedem Alter wichtig, aber vor allem für Patienten, die nicht mehr so jung sind. Die Aufrechterhaltung der normalen Gesichtsmuskelfunktionen, wodurch das Gesicht jünger und natürlicher wirkt; die Resorption des Unter- oder Oberkieferknochens aufgrund des Verlustes der natürlichen Zähne und der etwaigen Verwendung von herausnehmbaren Zahnprothesen wird aufgehalten; es entstehen keine Zahnfleischentzündungen oder Schmerzen aufgrund der Instabilität nicht passender Prothesen; mehr Sicherheit beim Sprechen und Lächeln. Diese Vorteile werden es Ihnen erlauben, Ihre Lebensqualität, Ihr Aussehen und im weiteren Sinne Ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Wie kann man zum Erfolg des Implantats beitragen?
Es liegt im Interesse des Patienten die Tabelle der Kontrolluntersuchungen sorgfältig zu befolgen und auf etwaige Änderungen des Gesundheitszustands hinzuweisen. Mit durchschnittlich 2-4 Kontrolluntersuchungen und durch regelmäßiges und richtiges Zähneputzen zuhause kann man sowohl die Implantate als auch die Prothesen lang erhalten.

 

 

Welche Patienten sind für ein Implantat geeignet?
In diese Kategorie fallen: Jugendliche, deren Wachstumsphase abgeschlossen ist, also in der Regel Frauen ab 18 und Männer ab 20, denen bleibende Zähne fehlen (sie sind nicht ausgebrochen, weil der Zahnkeim fehlt). Patienten mit einem gesunden Gebiss, die aufgrund eines Traumas einige Zähne verloren haben. Patienten, die bereits eine umfangreiche orale Rehabilitation hinter sich haben und deren nichtherausnehmbare Brücken wiederhergestellt müssen und deren Zahnpfeiler keine Haltbarkeitsgarantie bieten. Patienten mit teilweise herausnehmbarem Zahnersatz (skelettierte Prothese) oder Totalprothesen, die aus funktionellen, ästhetischen oder psychologischen Gründen eine feste Prothese wünschen. Es gibt keine Altersgrenze, jedoch muss für jeden klinischen Fall einzeln der psycho-physische Zustand beurteilt werden.

 

Ist es stets möglich, auf ein Implantat zurückzugreifen?
Jeder Patient muss genau untersucht werden, da bestimmte Bedingungen gegeben sein müssen, um diese Art von Behandlung anzuwenden. Eine weitere Grundvoraussetzung ist, dass der Patient nicht unter einer aktiven Parodontalerkrankung (gemeinhin als "Zahnfleischschwund" bekannt) leidet. Eine sorgfältige Diagnostik und eine angemessene Parodontaltherapie ermöglichen jedoch auch bei diesen Patienten eine implantologische Behandlung. Ein weiterer wichtiger Faktor, den es zu berücksichtigen gilt, ist das Rauchen. Kürzlich wurden klinische Studien veröffentlicht, die nachweisen, dass das Rauchen sich negativ auf Zahnfleisch und Implantate auswirkt. Patienten, die mehr als 10 Zigaretten pro Tag rauchen, sollten einer genauen Untersuchung unterzogen werden. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass der Patient nicht an einer systemischen Krankheit leidet, die nicht pharmakologisch behandelt wird (Erkrankungen wie Diabetes oder Blutkrankheiten usw., die den ganzen Körper betreffen). Diese Erkrankungen können durch eine genaue Anamnese (med. Vorgeschichte des Patienten), Blutproben und Untersuchungen (Röntgenbilder usw.) vor dem Eingriff diagnostiziert werden. Schließlich sind lediglich jene Patienten für Implantate geeignet, die eine minutiöse Mundhygiene zu Hause pflegen und die vereinbarten Kontrolluntersuchungen einhalten. In unserer Praxis erhalten Sie die fortgeschrittensten Anweisungen zum Thema Mundhygiene sowie eine Informationsbroschüre.


Ist eine Implantat-Chirurgie unmöglich wenn nicht genügend Knochenmaterial vorhanden ist?
Normalerweise kann ein Implantat trotzdem eingesetzt werden. Der Knochen kann nämlich mithilfe von Membranen und oder dem Einsatz körpereigener Knochen (des Patienten) oder von anderen biokompatiblen Materialien aufgebaut werden. Hingegen kann zum Beispiel die Kieferhöhle oder die Nasennebenhöhle den Einsatz von Implantaten in einigen Fällen unmöglich machen. Der Hohlraum kann teilweise mit einem Knocheneinsatz gefüllt werden, damit dann das Implantat eingesetzt werden kann. In einigen Fällen werden die Implantate gemeinsam mit dem Einsatz positioniert.

 

Wie erfolgt der Eingriff? Wird man stationär aufgenommen wenn man sich diesem chirurgischen Eingriff unterzieht?
Nein, in den meisten Fällen kann der Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Dem Patienten wird ein mildes Beruhigungsmittel verabreicht, um ihm die Angst zu nehmen und seinen Komfort steigern. Der Operationssaal wird für einen oralchirurgischen Eingriff entsprechend vorbereitet. Außerdem verwenden wir eine spezielle Ausrüstung, die uns erlaubt, das Wohlbefinden unserer Patienten während der gesamten Dauer der Operation zu überprüfen. In komplexeren Fällen ist es ratsam, den Eingriff im Krankenhaus, in einem OP-Saal mit Anästhesisten vorzunehmen. Bei einer Krankenhauseinlieferung ist in der Regel eine Übernachtung erforderlich. In einigen Fällen kann der Patient bereits am selben Tag der Operation entlassen werden (Eingriff in der Tagesklinik).

 

Ist die Behandlung schmerzhaft?
Nein, wenn die Operation ambulant vorgenommen wird, wird mit örtlicher Betäubung operiert, wobei Narkosemittel verwendet werden, die speziell für die orale Chirurgie entwickelt wurden. Diese Anästhetika sind sehr wirksam und erzeugen eine tiefe Narkose. Der Patient verspürt keinen Schmerz. Nach dem chirurgischen Eingriff werden entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel verschrieben, die das etwaige Auftreten von post-operativen Schmerzen verhindern.

 

Wie wird genau vorgegangen?
Der Übergang vom operativen Eingriff zum Einsatz der Prothese gliedert sich in zwei oder drei Phasen, je nach klinischem Fall:
Phase 1 - die Titan-Implantate werden im Zuge eines chirurgischen Eingriffs in den Knochen eingesetzt. Dem folgt eine Wartezeit, die von 1,5 bis 6 Monate dauern kann, um die Osseointegration des Implantats zu ermöglichen.
Phase 2 - Nach der Osseointegration wird unter örtlicher Betäubung ein kleiner operativer Eingriff vorgenommen, bei dem auf das Implantat ein Pfeiler aufgesetzt wird, der aus dem Zahnfleisch hervorragt.
Phase 3 - Nachdem das Zahnfleisch rund um den Pfeiler verheilt ist, wird die Prothese (also des künstliche Zahn) hergestellt und am Implantat festgemacht. In einigen klinischen Fällen sieht die erste Phase das Einsetzen des Implantats und den Verbund mit dem Pfeiler in einem einzigen Eingriff vor. Das heißt, dass man nach der Osseointegration direkt zur prothetischen Phase übergeht. Nach der diagnostischen Phase entscheidet der Chirurg, welche Art von Eingriff (ein oder zwei Phasen) sich am besten für Ihre Situation eignet. In einigen ausgewählten Fällen kann die provisorische feste Prothese während derselben Sitzung bzw. die definitive Prothese einige Tage nach dem Eingriff eingesetzt werden. Diese Methode wird als "Sofortbelastung" bezeichnet.

 

Wie viele Implantate müssen eingesetzt werden?
Die Anzahl der Implantate hängt von der Anzahl der fehlenden Zähne ab. Mit Ausnahme von Totalrehabilitationen (Patient ohne Unter- oder Oberzähne) wird in der Regel ein Implantat pro fehlendem Zahn eingesetzt.

Wie kann man die Angst vor einem chirurgischen Eingriff reduzieren?
Fast alle Patienten sind vor einer Operation nervös und haben Angst und es muss Ihnen nicht peinlich sein, wenn es Ihnen genauso geht. Um Ihnen diese Angst zu nehmen, wird Ihnen am Abend vor der OP ein Schlafmittel verschrieben, damit Sie gut schlafen. Am Morgen vor der OP werden Ihnen Beruhigungsmittel verabreicht, um Ihre ganz normale Nervosität zu beruhigen. Schließlich kann bei komplexen Eingriffen oder im Falle von Patienten mit Phobien, die nicht ambulant unter örtlicher Betäubung behandelt werden können, in einem sicheren Umfeld auf eine Vollnarkose zurückgegriffen werden. Machen Sie sich von daher keine Sorgen: es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um Ihre Angst zu reduzieren. Das ist völlig normal und geht allen Patienten so. Gemeinsam werden wir Ihre ganz persönliche Betäubungsmethode aussuchen.

 

Welche sind mögliche Risiken und Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs?
Ganz allgemein sind die möglichen Risiken und Komplikationen dieselben einer ganz normalen zahnärztlichen chirurgischen Behandlung, wenn der Patient bei guter Gesundheit ist. Wenn im Laufe der diagnostischen Phase klinische Daten erhoben werden, die genauer untersucht werden müssen, werden andere Fachärzte hinzugezogen. Wenn man eine genaue Diagnose und Röntgenaufnahmen wie CT (Computertomographie) durchführt, ist das Risiko lokaler Komplikationen sehr gering. Wenn in der Nähe von Nervenenden operiert wird kann es allerdings vorkommen, dass man mehrere Wochen, höchstens ein paar Monate lang, ein leichtes Kribbeln verspürt. Dies kommt eher selten vor und kann in einigen Fällen von Dauer sein. Allerdings kommt dies häufiger vor, wenn man im Kieferbereich operiert und und hängt mit der chirurgischen Technik zusammen. Bei älteren Patienten ist die Bildung von Hämatomen häufiger. Die Schwellung sollte nicht Anlass zu Besorgnis geben: dies ist keine Komplikation, sondern Teil des normalen postoperativen Verlaufs. Eine medikamentöse Therapie mit Entzündungshemmern wird die Schwellung reduzieren. Für jeden einzelnen Bereich, der operiert wird, werden wir Ihnen alle Informationen über mögliche Risiken und Komplikationen zur Verfügung stellen.

 

Welche sind die Risiken oder Spätfolgen von Zahnersatz auf osseointegrierten Implantaten?
Bei Prothesen auf osseointegrierten Implantaten sind Komplikationen selten. Mit der Zeit können jedoch Entzündungen oder Unannehmlichkeiten mechanischer Art auftreten: im Falle mangelhafter Zahnreinigung oder Nichteinhaltung der periodischen Kontrolluntersuchungen, können sich die Implantate, genauso wie die natürlichen Zähne, aufgrund bakterieller Plaque und Zahnstein entzünden. Unbehandelte bakterielle Infektionen (Periimplantitis) können unter Umständen auch den Verlust des Implantats bedingen. Bei den kleinsten Beschwerden oder Schmerzen muss der Patient sofort eine Kontrolluntersuchung vereinbaren. Im Anfangsstadium ist Periimplantitis einfach zu heilen! Die definitiven Zahnprothesen werden in der Regel mittels Schrauben oder speziellen Zementen an den Implantaten befestigt. Mit der Zeit oder aufgrund von Verschleiß kann sich die Verschraubung der Implantate lösen oder brüchig werden. Der Zement kann mit der Zeit seine Haltefunktion verlieren. In einem solchen Fall beginnt die Prothese zu wackeln und auch wenn keine Schmerzen oder Beschwerden auftreten, muss die Prothese unverzüglich angeschraubt oder neu zementiert werden, um Schäden an den Implantaten und Brüche an den Schrauben zu verhindern. Auch in diesem Fall es also sehr wichtig, dass der Patient sofort eine Kontrolluntersuchung in der Praxis vereinbart.

 

Besteht die Möglichkeit eines Abstoßes?
Nein, denn Titan ist ein absolut biokompatibles Material, das in biologischer Sicht völlig inaktiv ist. Es besteht jedoch die Möglichkeit eines Implantatversagens, das sofort oder mittel- bis langfristig auftreten kann. Ein unmittelbares Versagen (keine Osseointegration vor der prothetischen Phase) ist äußerst selten (laut unserer Erfahrung und den veröffentlichten Daten in der Literatur kommt ein unmittelbares Versagen in 2% - 3% der Fälle vor). Im Fall umfassender Rehabilitation oder festen Prothesen mehrere Zähne auf Implantaten sieht die chirurgische Implantatsplanung sicherheitshalber eine ausreichende Anzahl von Implantaten vor, auf die im Falles eines Versagens zurückgegriffen werden kann. Ein mittel- oder langfristiges Versagen wird hingegen durch eine falsche Pflege des Implantats bedingt. Es ist grundlegend, dass der Patient sich regelmäßigen Kontrollenuntersuchungen unterzieht und auf seine Mundhygiene achtet. Während der Erhaltungsphase der parodontalen Gesundheit und des Implantats, die 2-4 Kontrolluntersuchungen pro Jahr umfasst, wird der Patient zusätzlich zur normalen Zahnhygiene auch einer genauen klinischen Kontrolle der Implantate unterzogen und einmal pro Jahr auch einer Radiographie.

 

Was geschieht im Mund wenn ein Implantat versagt?
Im Falle eines Versagens des Implantats kommt es bei den modernen Implantaten zu keinem biologischen Restschaden. Der Verlust des Implantats ist mit der Extraktion eines einwurzeligen Zahnes (z.B. eines Schneidezahns) vergleichbar. Die Einsetzung eines anderen Implantats unmittelbar danach oder nach der Heilung (nach 2-3 Monaten) wird dadurch nicht verhindert.

 

Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Wenn ein Implantat mit den Knochen zusammengewachsen ist, ist seine Dauer unbegrenzt, vorausgesetzt, der Patient achtet auf eine sorgfältige Zahnpflege und führt die periodischen Kontrolluntersuchungen durch und die Rehabilitation erfolgt gemäß den richtigen technischen Parametern.

 

Können Implantatprothesen entfernt werden?
Ja, alle Implantatprothesen sind mit Schrauben oder speziellen Zementen an den Implantaten befestigt und können vom Zahntechniker entfernt werden, falls dies notwendig ist. Der Patient kann sie entfernen und sie schauen und funktionieren wie natürliche Zähne.

 

Nach wie vielen Jahren müssen die künstlichen Zähne, die auf Implantate aufgesetzt sind, erneuert werden?
Implantatprothesen haben eine Lebensdauer, die mit Prothesen auf natürlichen Zähnen vergleichbar ist. Nach einer gewissen Zeit müssen die Prothesen erneuert werden. Viel hängt von der Art des verwendeten Materials und dem klinischen Zustand des Patienten ab. Der Prothesentechniker kann Ihnen eine "personalisierte Durchschnittserwartung" Ihrer Prothese nennen, die wir durchschnittlich bei 12 Jahren schätzen können.

 

Welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es, um fehlende Zähne wiederherzustellen oder herausnehmbare Totalprothesen (Gebiss) zu stabilisieren?
Alternativlösungen zu osseointegrierten Implantaten sind: Keine Behandlung. Allerdings kann der Verlust auch nur eines einzigen Zahnes in einigen Fällen ästhetische und funktionelle Probleme verursachen, mit entsprechendem Ungleichgewicht der Kaumuskulatur. Totalprothesen. In vielen Fällen, insbesondere im Kieferbereich, ist die Stabilität von Totalprothesen aufgrund der Atrophie des zahnlosen Kieferkamms nicht ausreichend. Totalprothesen übertragen weiters die Kaulast direkt auf die zahnlosen Kieferkämme, wodurch eine langsame und progressive Knochenresorption verursacht wird. Diese Resorption kann langfristig die Behandlung mit osseointegrierten Implantaten erschweren. An den Restzähnen verankerte herausnehmbare Teilprothesen (skelettiert). Skelettierte Prothesen stellen eine zusätzliche Belastung für die Restzähne, auf die sie sich stützen, dar. Darüber hinaus übertragen sie wie die Totalprothesen die Kaulast direkt auf die zahnlosen Kämme, wodurch die Atrophie beschleunigt wird. Feste Brücken. Fällt ein einzelner Zahn aus, dessen benachbarte Zähne noch gesund sind, kann mithilfe eines Implantats, das den fehlenden Zahn statt der klassischen dreigliedrigen Brücke stützt, die prothetische Verwendung der zwei benachbarten gesunden Zähne vermieden werden. Wenn mehrere Zähne fehlen, dann müssen fallweise verschiedene Faktoren berücksichtigt werden und dies kann nur im Rahmen einer genauen klinischen Untersuchung erfolgen.
 

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