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FAQ Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Parodontitis?
Der Begriff Parodontitis bezeichnet eine Erkrankung des Zahnhalteapparats bzw. des Zahnfleisches. Diese weist folgende Symptome auf: Zahnfleischbluten, Schmerzen, Schwellungen mit Abszess und daraus resultierender erhöhter Beweglichkeit und eventuellem Zahnverlust. Es handelt sich dabei um eine bekannte Krankheit, die oft eine Begleiterscheinung systemischer Erkrankungen wie Diabetes ist. Dank moderner Technologien im Bereich der Zahnheilkunde und durch häufige Kontrolluntersuchungen, die mit zahnhygienischen Behandlungen einhergehen, kann diese Krankheit aufgehalten werden. Die primäre Therapie bei Parodontalerkrankungen umfasst die Zahnsteinentfernung (Scaling) und die Kürettage bei leichten Fällen. Bei schwereren Fällen sind ein chirurgischer Eingriff mit Knochenersatzmaterial und eine gesteuerte Knochenregeneration erforderlich.

 

Was führt dazu, dass Zähne wackeln?
Es gibt viele Ursachen, die dazu führen können, dass Zähne wackeln, zum Beispiel eine Parodontitis am Zahnfleisch oder eine Infektion um den Zahn. Eine erhöhte Zahnbeweglichkeit kann auch bei Schmerzen im Faserapparat des Zahnfachs aufgrund einer okklusale Belastung (durch ein unangemessenes Verhältnis zwischen antagonistischen Zahnbögen) auftreten.

 

Was ist eine Zahnversiegelung?
Die Versiegelungsstoffe sind spezielle "Lacke", die bei kariesanfälligen Kindern zur Anwendung kommen. Diese werden auf die Fissuren der bleibenden Backenzähne (Durchbruch etwa im Alter von 6 Jahren) aufgetragen und mithilfe von speziellen Lampen getrocknet.


Was verursacht Zahnverfärbungen?
Verfärbungen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: einer davon ist die Einnahme bestimmter Antibiotika während der Entwicklung des Kindes. Bestimmte Materialien wie Amalgam können die Zähne verfärben. Dasselbe gilt für Wurzelbehandlungen. Darüber hinaus gibt es bestimmte Lebensmittel wie Kaffee oder Lakritze bzw. bestimmte Angewohnheiten wie Rauchen, die die Zähne pigmentieren und sie dadurch verfärben. Je nach Ursache gibt es verschiedene Lösungen, um Ihre Zähne aufzuhellen. Die Zahnaufhellung kann mit Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid erfolgen, wobei für einen bestimmten Zeitraum eigene Streifen, die zuhause verwendet werden können, auf die Zähne aufgelegt werden. Es gibt auch eine andere Methode, die direkt in der Zahnarztpraxis mit Hilfe einer speziellen Lampe durchgeführt wird, die den Effekt der Bleichsubstanz verstärkt. In schweren Fällen muss man auf prothetische Lösungen wie Keramik oder konventionelle Veneers zurückgreifen.


Was sind Implantate?
Implantate sind aus Titan und werden im Alveolarknochen eingesetzt, um fehlende Zähne zu ersetzen. Es gibt verschiedene Arten von Implantaten, wobei die neuesten als einheilend bezeichnet werden. Sie bestehen aus speziellen Titanschrauben und weisen innovative Eigenschaften auf. Ein Implantat ist ein gute und dauerhafte Lösung im Falle von Zahnverlust.


Besteht bei einem Implantat nicht die Gefahr einer Abstoßung?
Die Perimplantitis ist eine Entzündung des Knochens, die zu einem "Verlust" des Implantats führen kann: Diese wird durch Bakterien verursacht, die dazu führen, dass der Knochen das Implantat nicht mehr halten kann. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Abstoßung, da das Implantat keine biologischen Struktur, sondern aus Titan ist. Diese Art der Entzündung kann vorkommen, aber wenn der Eingriff korrekt gemacht wird, ist dies äußerst selten.

 

Ich bin noch ziemlich jung, aber mir sind schon alle Zähne ausgefallen. Ich trage herausnehmbare Zahnprothesen, aber wie Sie sich vorstellen können, bereiten sie mir sowohl körperliche als auch psychische Probleme. Welche Lösung gibt es für einen festsitzenden Zahnersatz?
Zuallererst muss geklärt werden, dass eine festsitzende Prothese ohne einen Knochen in Form eines Zahnes oder eines Implantats nicht möglich ist. Es gibt Implantattechniken, die 2/4 Implantate verwenden, mit denen die Vollprothese stabilisiert werden kann: diese werden als "Overdenture" bezeichnet und sind stabiler, da sie sich nicht bewegen und somit auch in psychologischer Hinsicht mehr Sicherheit bieten.


Wie viel Zeit muss zwischen einer Zahnentfernung und dem Einsatz des Implantats vergehen?
Nach einer Zahnextraktion muss man in der Regel ca. 2 Monate warten, bevor das Implantat eingesetzt werden kann, damit der Knochen vorher vollständig verheilt. Es gibt auch eine unmittelbare Methode, also die Sofortimplantation. Dass heißt, dass das Implantat gleich nach der Zahnentfernung, noch in derselben Sitzung, eingesetzt wird. Dies erfordert jedoch eine genaue Diagnose über eine klinische und radiologische Anamnese.

 

Müssen Weisheitszähne auf jeden Fall entfernt werden?
Nicht immer, aber es gibt zahlreiche Indikationen für eine Avulsion. Der einzige Fall, in dem die Weisheitszähne nicht entfernt werden, ist dann, wenn sie korrekt im Bogen positioniert sind oder wenn sie für prothetische Zwecke verwendet werden können.

 

Ich bin ein junger Mann von 23 Jahren und jeden Morgen beim Zähneputzen blutet das Zahnfleisch, was oft schmerzhaft ist. Was kann ich tun?
Wie raten Ihnen, sich bei einer Kontrolluntersuchung den Zahnstein entfernen zu lassen. Dies sollten Sie häufig tun, da dieses Problem dadurch gelöst werden kann. Es ist wichtig, beim Zähneputzen die richtigen Bewegungen auszuführen, die richtige Zahnbürste zu verwenden und zu wissen, wie man die Zahnseide benutzt. Eine Zahnfleischentzündung ist stets auf eine Überzahl an Bakterien zurückzuführen. Die Mundgesundheit erhält man, indem man diese entfernt.

 

Was bedingt Zahnempfindlichkeit?
Diese Empfindlichkeit variiert von Person zu Person, aber die Hauptursachen sind dentale Erosion, Zahnfleischrückgang oder auch Überempfindlichkeit infolge von konservativen oder prothetischen Behandlungen. Die Verwendung von spezifischen Zahnpasten oder Mundwässer zusammen mit der Anwendung von desensibilisierenden Mitteln in der Praxis können das Problem beheben. In anderen Fällen kann man auf komplexere Behandlungen zurückgreifen, wie auf eine Regeneration mithilfe von Membranen (im Falle von Zahnfleischrückgang) oder eine Wurzelkanalbehandlung.

 

Wie oft sollte man zum Zahnarzt gehen gehen?
Eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt sollte alle sechs Monate erfolgen. In besonderen Fällen, wie bei Trägern von Prothesen oder Implantaten und Patienten mit Zahnfleischentzündungen, sollten die Kontrolluntersuchungen häufiger erfolgen.
Auch Kinder sollten öfters einen Kontrollbesuch wahrnehmen, da die Kariesbildung bei Kindern schneller voranschreitet. Die Milchzähne weisen nämlich mehr Zahnpulpa als mineralisierte Komponenten auf.

Wie sollte eine Zahnbürste sein, um ihre Aufgabe aufs Beste zu erfüllen?
Die Zahnbürste sollte aus abgerundeten Borsten aus mittelhartem Nylon bestehen. Der Griff muss nicht zwingend eine attraktive und moderne Form aufweisen, sondern ausreichend lang und flach sein. Die Zahnbürste sollte alle drei Monate gewechselt werden.


Woraus besteht und wo bildet sich Zahnbelag?
Zahnbelag ist eine Schicht aus Bakterien, hauptsächlich Streptokokken, die in einer gelatineartigen Masse aus viskosen Polysacchariden enthalten sind. Diese werden vorwiegend am Übergang zwischen Zahnfleisch und Zahnsubstanz abgelagert und bilden dabei einen Rand, der für die Zahngesundheit schlecht ist.
Eine zuckerreiche Ernährung und eine ungenügende Prävention und Zahnhygiene fördert die Bildung von Zahnbelag.
Wird Plaque nicht entfernt, bildet sich Zahnstein, der nur mit professioneller Ausrüstung in der zahnärztlichen Praxis entfernt werden kann.

 

Kann eine Schwangerschaft die Zähne ruinieren?
Während einer Schwangerschaft kommt es häufig zu Rötungen, Schwellungen und auch Zahnfleischbluten. Daher sind regelmäßige Kontrollen einschließlich Zahnhygiene wichtig.


Können die Zähne während der Schwangerschaft behandelt werden?
Die Antwort lautet ja, Ihre Zähne können behandelt werden, wobei man aber aufpassen muss, welche Medikamenten und Narkosemittel zur Anwendung kommen.
Die beste Lösung wäre, das Ende der Schwangerschaft abzuwarten, aber wenn man nicht umhin kommt, sollte man dennoch eine Behandlung während des ersten Quartals vermeiden und kurze und nicht aufwändige Sitzungen abhalten.


Warum ist Fluor gesund?
Fluor ist wichtig, weil es das Bakterienwachstum hemmt, indem es die enzymatischen Systeme stoppt; auch begünstigt Fluor die Remineralisation des Zahnschmelzes, da es sich an die Oberfläche bindet und so die Wirkung von Säuren bremst, die die Zahnoberfläche löslicher machen.
Fluor kann bei Kindern systemisch verabreicht werden oder lokal in Form von Zahnpasten, Mundspülungen oder Gels eingenommen werden.

Kann eine Zahnentzündung dem Körper schaden?
Kann eine Zahnentzündung dem Körper schaden? Eine chronische Zahnentzündung, eine nicht entfernte Wurzel, Karies, ein Granulom oder entzündetes Zahnfleisch können zu sekundären Erkrankungen in anderen Organen führen, wie zum Beispiel Endokarditis, Nierenentzündung und Gelenkrheumatismus.
Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, um die Mundgesundheit zu überwachen.


Welche Folgen hat eine Wurzelkanalbehandlung?
Der große Vorteil einer Wurzelkanalbehandlung liegt darin, einen Zahn erhalten zu können, der ansonsten entfernt werden müsste. Die Nachteile sind eine Farbtonveränderung, eine erhöhte Sprödigkeit und auch eine Schmerzunempfindlichkeit, wodurch Kariesbildung nicht mehr gefühlt wird.
 

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